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Musik, Dichtung, Architektur und Malerei des französischen Barock sind untrennbar mit dem feudal-aristokratischen Hofzermemonial von König Louis XIV verbunden. So, wie sich der legendäre "Sonnenkönig" das Staatswesen unterwarf ("L’état, c’est moi") und infolge dessen zum Inbegriff eines absolutistischen Herrschers wurde, hatten auch die Künste ausschließlich seiner Machtrepräsentation zu dienen und die in Anspruch genommene "Gottgleichheit" des Königs durch Wort, Ton und Bild anschaulich zu machen. Insbesondere die französische Musik dieser Zeit ist Träger einer explizit politischen Botschaft und wurde an vielen Höfen außerhalb Frankreichs nachgeahmt; speziell die "Französische Ouvertüre" wurde zum Prototypen der staatlichen Repräsentationsmusik im Absolutismus.
Das monarchische Bestreben von Louis XIV, künstlerische Symbole zu schaffen, ist mehr in der französischen Baukunst als in der Malereigeschichte verwirklicht worden. Neben den repräsentativen Bildnissen der Hofmaler entwickeln sich andere, vielgestaltigere Richtungen im Gegensatz zum höfischen Geschmack. Nikolas Poussin und Claude Lorrain vertreten mit klassischen Motiven eine neue Art idealer Landschaftsmalerei. Antoine Watteau, Hauptmeister und Begründer der Rokokomalerei, schuf eine Bildwelt, in der sich Wirklichkeit mit Traum und Komödie mischt: Motive galanter Feste in den Parks als Gegenbewegung zum steifen Pomp des Hofs. Ihm folgte Honoré Fragonard mit graziösen und pikanten Szenen. Die Werke von Jean Siméon Chardin - einer der großen Koloristen des 18. Jahrhunderts - mit häuslichen Themen des einfachen Bürgertums und Stilleben wurden noch von der klassischen Moderne bewundert.


Kosten

8,00 € €


Termin(e)

Mi. 11.10.2017, 19:30 - 21:30 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Straße Ort
11.10.2017 19:30 - 21:30 Uhr Schulstraße 8 vhs, Raum 25