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Kurs abgeschlossen Die Entwicklung des Gesundheitswesens (172-10000)

ab Fr., 1.12., 19.00 Uhr
Dozent: Peter Lintner

Unser Gesundheitswesen bleibt ein Dauerbrenner in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion. Die eigene Gesundheit, deren Erhalt oder Wiederherstellung, gehört für alle Menschen zu den wichtigsten Themen und auch zu den Besorgnissen. Mit dem Entstehen der modernen Industriegesellschaften sind Gesundheit und medizinische Versorgung zunehmend auch zu einer wichtigen politischen Frage geworden. Dabei war die Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung durch die bismarcksche Sozialgesetzgebung 1883 besonders prägend. Im Vortrag werden verschiedene Definitionen von Gesundheit beleuchtet und auf die Entwicklung des Gesundheitswesens eingegangen. Dabei ist festzustellen, dass der Gesundheitsbereich inzwischen zu einem sehr bedeutsamen gesellschaftlichen Teilsystem und Wirtschaftssektor geworden ist. Die Wichtigkeit des Gesundheitswesens wird in den kommenden Jahren noch weiter wachsen, denn mit der größeren Zahl älterer Bürger/innen wird auch der Bedarf an Gesundheits- und Pflegeleistungen ansteigen.

Kurs abgeschlossen vhs-Filmseminar (172-10100)

ab So., 8.10., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland ist mit zahlreichen Orten der Freiheit und der Demokratie verbunden. Sechs Filme erzählen über weltweit bekannte, aber auch weniger beachtete Orte, die für herausragende Ereignisse, politische Entscheidungen und für Demokratie stehen. In einer Mischung aus Dokumentarfilm und Reportage, geben die Filme den Protagonisten viel Raum für ihre persönliche Sicht der Orte: "Erinnern oder verdrängen?" (Die Berliner Mauer), "Es ist schon später, als du denkst" (Die Kirche in Proseken), "Ein Nadelöhr zwischen Ost und West" (Die Glienicker Brücke), Der Deutsche Bundestag, Das Läuten der Freiheit (Rathaus Schöneberg), Jüdisches Leben in Osnabrück (Synagoge Osnabrück).

Kurs abgeschlossen vhs-Filmseminar (172-10103)

ab So., 14.1., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Dies ist ein Dokumentarfilm der Schauspielerin Mélanie Laurent ("Inglorious Basterds") und des Autors und Aktivisten Cyril Dion. Der Film wurde in zehn Ländern gedreht, darunter u. a. Finnland, Großbritannien und Indien. Ausgangspunkt des Films ist die momentane Situation der Welt mit ihren global zunehmenden Problemen wie der Energie- und Ressourcenverknappung oder dem Klimawandel. Auf der Suche nach Lösungen zeigt der Film verschiedene Projekte und Initiativen mit alternativen ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ideen auf.

Keine Anmeldung möglich vhs-Filmseminar (172-10104)

ab So., 4.2., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Mit diesem Film eröffnet uns Regisseur David Bernet einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde und hochbrisante Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Jan Philipp Albrecht und Viviane Reding versuchen das vermeintlich Unmögliche und stellen sich einem harten, fast undurchdringlichen politischen Machtapparat, in dem Intrigen, Erfolg und Scheitern so nahe beieinanderliegen. Zweieinhalb Jahre hat David Bernet den Gesetzgebungsprozess begleitet und zu einem erstaunlichen Dokumentarfilm verdichtet, der die komplexe Mächte-Architektur sowie den Zustand der heutigen Demokratie mit Spannung und Sinnlichkeit erlebbar macht.

Kurs abgeschlossen Erzbergers große Friedensrede (172-10107)

ab So., 17.9., 18.00 Uhr
Dozent: Gunther Dahinten

Vor genau 100 Jahren - der Erste Weltkrieg war 1917 noch in vollem Gange - forderte der Biberacher Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger in einer politisch brisanten Rede im Kronensaal in Biberach für viele überraschend einen Verständigungsfrieden und stellte sich damit mutig gegen den herrschenden Zeitgeist. Es ging ihm darum, für Deutschland eine große Katastrophe abzuwenden. Wie begründete der prominente Zentrumspolitiker, der einst noch Krieg und Eroberungen befürwortet hatte, seine spektakuläre Wende, die er schon mit der von ihm veranlassten Friedensresolution des Deutschen Reichstages hatte erkennen lassen? Gunther Dahinten trägt Erzbergers große Biberacher Rede, die sogar in Berlin Aufsehen erregte, im Originaltext vor. Die Rede vermittelt einen authentischen Eindruck von der damaligen dramatischen Zeitsituation. Eingeleitet und historisch kommentiert wird der Redevortrag in Erinnerung an das denkwürdige Ereignis in Biberach vor hundert Jahren durch Dr. Alfons Siegel. Der für alle Interessierten offene Abend ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Volkshochschule und Erzberger-Initiative.

Kurs abgeschlossen Selbst denken - Eine Anleitung zum Widerstand (172-10804)

ab Fr., 10.11., 18.30 Uhr
Dozent: Jürgen Kraft

Einer der konsequentesten Vordenker unserer Zeit über den Weg zu einer wünschenswerten Zukunft.
Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzer gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive Möglichkeiten zum widerständigen und guten Leben es gibt. Die ersten Schritte sind ganz einfach: sich endlich wieder ernst nehmen, selbst denken, selbst handeln.

Europa - Krise und Ende?
Big Data - Die Revolution, die unser Leben verändern wird.
Bürokratie - Die Utopie der Regeln.
Postkapitalismus - Grundrisse einer kommenden Ökonomie.
Selbst denken - Eine Anleitung zum Widerstand.

Plätze frei Europa - Krise und Ende? (181-10800)

ab Fr., 2.3., 18.30 Uhr
Dozent: Jürgen Kraft

Die Krisen In Europa überlagern sich - und sie sind auch Krisen der Europäischen Union: Von der Finanzkrise 2008 bis zur Krise der europäischen Institutionen angesichts der Flucht von immer mehr Menschen aus Krieg und Not nach Europa, von der zunehmenden neoliberalen Verengung der Weiterentwicklung der EU bis zur Bedrohung gerade Europas durch den Terror des sog. Islamischen Staates steht die EU vor ungelösten und offenbar schwer lösbaren Herausforderungen. Étienne Balibar hat sich im Ausgang von dem Kreis um Louis Althusser zu einem der führenden Vertreter einer wirklich politischen Philosophie entwickelt - und spitzt in diesem Band sein eingreifendes Denken in Bezug auf diese Krise Europas auf die zentrale Frage zu: Wie kann diese Krise zum Ausgangspunkt eines demokratischen Neubeginns der europäischen Politik gemacht werden? Also im Rahmen einer Politik, die nicht länger "von oben" dekretiert wird und etwa den von Syriza vertretenen Forderungen der Mehrheit der Griechen bloße Nichtachtung entgegenbringt, sondern eine reale Hoffnung auf eine alternative Entwicklung Europas begründet. Balibars Beiträge greifen in aktuelle Debatten ein und begründen eine realitätstüchtige Perspektive.

Plätze frei Big Data - Die Revolution, die unser Leben verändern wird (181-10801)

ab Fr., 9.3., 18.30 Uhr
Dozent: Jürgen Kraft

Ob Kaufverhalten, Grippewellen oder welche Farbe am ehesten verrät, ob ein Gebrauchtwagen in einem guten Zustand ist - noch nie gab es eine solche Menge an Daten und noch nie bot sich die Chance, durch Recherche und Kombination in der Datenflut blitzschnell Zusammenhänge zu entschlüsseln. Big Data bedeutet nichts weniger als eine Revolution für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Es wird die Weise, wie wir über Gesundheit, Erziehung, Innovation und vieles mehr denken, völlig umkrempeln. Und Vorhersagen möglich machen, die bisher undenkbar waren. Die Experten Viktor Mayer-Schönberger und Kenneth Cukier beschreiben in ihrem Buch, was Big Data ist, welche Möglichkeiten sich eröffnen, vor welchen Umwälzungen wir alle stehen - und verschweigen auch die dunkle Seite wie das Ausspähen von persönlichen Daten und den drohenden Verlust der Privatsphäre nicht.

Plätze frei Bürokratie - Die Utopie der Regeln (181-10802)

ab Fr., 16.3., 18.30 Uhr
Dozent: Jürgen Kraft

Wir alle hassen Bürokraten. Wir können es nicht fassen, dass wir einen Großteil unserer Lebenszeit damit verbringen müssen, Formulare auszufüllen. Doch zugleich nährt der Glaube an die Bürokratie unsere Hoffnung auf Effizienz, Transparenz und Gerechtigkeit. Gerade im digitalen Zeitalter wächst die Sehnsucht nach Ordnung und im gleichen Maße nimmt die Macht der Bürokratien über jeden Einzelnen von uns zu. Dabei machen sie unsere Gesellschaften keineswegs transparent und effizient, sondern dienen mittlerweile elitären Gruppeninteressen. Denn Kapitalismus und Bürokratie sind einen verhängnisvollen Pakt eingegangen und könnten die Welt in den Abgrund reißen.



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