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Programm / Programm / 1 Politik und Gesellschaft / Gesellschaft
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Nach 1990 schien die Welt auf einem guten Wege zu sein. Doch dann kam eine Krise nach der anderen: Die Finanzmarktkrise 2008 löste die schwelende Staatsfinanzkrise aus. Russland kündigte 2014 die europäische Sicherheitsarchitektur auf. Der Syrienkrieg bescherte die Flüchtlingskrise 2015. Der Brexit, 2016–2021, verstärkt die Fliehkräfte in Europa. Vorläufige Höhepunkte: Die Pandemie seit 2020 und der Krieg in der Ukraine. Die Friedensdividende wird von einem neuen Rüstungswettlauf aufgefressen. Die US-amerikanische Welthegemonie, in deren Schatten die deutschen Geschäfte florierten, gerät unter chinesischen Druck. Gleichzeitig wird amerikanische Politik immer unberechenbarer. Über allem schwebt die epochale Drohung des Klimawandels. Wirtschaft, Gesellschaften und Kulturen werden durch die Digitalisierung nachhaltig revolutioniert. Die Demografie führt zu einer Welt, in der die Alten reich und die Jungen arm sind. Pandemie und Krieg öffnen uns die Augen: Die Welt ist ein störungsanfälliges Räderwerk mit gegenseitigen Abhängigkeiten geworden – ohne Bauplan und Chefmechaniker. Solche „Megatrends“ schüren Ängste und Unsicherheiten und machen die Beziehungen zwischen Staaten und das Zusammenleben der Menschen innerhalb von Staaten konfliktreicher. Doch diese trostlose Version unserer Zukunft ist durchaus nicht in Stein gemeißelt. Wie die nächsten 20 Jahre ausfallen werden, wird von Entscheidungen abhängen, die jetzt endlich getroffen oder unterlassen werden. Was bedeutet das für Politik und Gesellschaft?

 

Ob beim Online-Shopping, beim Stöbern durch Social-Media oder beim Googeln verschiedener Fragen: Fast ständig sind wir online Körperbildern ausgesetzt, die als schön gelten. Da erscheint es geradezu praktisch, dass uns nicht nur online alle nötigen Tipps und Tricks verraten werden, wie diese Ideale zu erreichen sind. Neben viel Disziplin erfordert das Schönsein auch die ein oder andere Investition in scheinbar schönheitsfördernde Produkte. In diesem Vortrag erfahren Sie, warum genormte Schönheitsideale online so präsent sind, welche Werbestrategien dahinterstecken und wie Konsumverhalten durch sie geweckt und beeinflusst werden. Sie erhalten Einblick in Möglichkeiten, kritisch mit den gängigen Idealen und Werbeversprechen umzugehen, digitale Fremdbestimmung zu vermeiden und so im Alltag auch eigene Ideale entwickeln zu können.

Die Referentin, Kim Beck, ist Medienpädagogin (M.A.) und arbeitet mit Kindern und Jugendlichen sowie Fachkräften und Eltern an einem kompetenten Umgang mit digitalen Medien. Im direkten Kontakt mit Jugendlichen fasziniert Sie immer wieder die hohe Relevanz medialer Vorbilder, weswegen sie sich intensiv mit der Wirkmacht von Influencer*innen, Körperbildern und Genderstereotypen auseinandersetzt. Kim Beck ist Co-Host im Medienkompetenz Podcast "medially" und leitet die Redaktion eines Informationsportals für Jugendliche.

Gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Verbraucherbildung für Erwachsene und Familien in Baden-Württemberg“.

Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen. Über die Online-Plattform sli.do können Teilnehmer*innen Fragen zum Thema stellen. Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden.

Schnell ein Foto bei Instagram einstellen, danach kurz im Online-Shop was einkaufen und anschließend ein Video auf YouTube anschauen… schon ist unser digitaler Fußabdruck ein gutes Stück größer geworden. Nicht nur im Internet, auch durch unser Offline-Verhalten generieren wir täglich einen Berg an Daten. Algorithmen sind in der Lage diese Datenflut zu analysieren und ein scheinbar genaues Bild unserer Person zu erstellen. Anhand dieser Auswertungen treffen Unternehmen dann Prognosen über unser künftiges Nutzungsverhalten, sie entscheiden aber auch zum Beispiel, was wir im Internet zu sehen bekommen und was vielleicht nicht. Im Rahmen des Vortrags werden diese Zusammenhänge zunächst dargestellt, aber auch Handlungsoptionen aufgezeigt, wie wir unsere Datenspur reduzieren können.

Der Referent, Christian Schmidt, hat „Angewandte Medienwissenschaft“ sowie „Publizistik und Kommunikationswissenschaft“ studiert. Seit mehreren Jahren ist er neben seiner Arbeit als Akademischer Mitarbeiter einer Hochschule auch als medienpädagogischer Referent (unter anderem für das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg) sowie als Dozent an verschiedenen Bildungseinrichtungen tätig.

Gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Verbraucherbildung für Erwachsene und Familien in Baden-Württemberg“.

Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen. Über die Online-Plattform sli.do können Teilnehmer*innen Fragen zum Thema stellen. Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden.

Soziale Medien sind längst fester Bestandteil des Alltags vieler, vor allem junger Menschen. Und ein ebenso fester Bestandteil dieser sozialen Medien sind Influencer*innen, also User*innen mit einer hohen Reichweite, die viele andere User*innen mit ihren Posts und Nachrichten erreichen. Wie diese Influencer*innen ihre Reichweite für sich finanziell nutzen, wie Kennzeichnungen geregelt sind und welche Schwierigkeiten diese bergen, damit wollen wir uns in diesem Vortrag auseinandersetzen. Dabei werfen wir einen Blick auf verschiedene Beispiele von Postings und beschäftigen uns auch damit, was dem Geschäftsmodell Influencer*in zugrunde liegt und wie dieses funktioniert.

Die Referentin, Daniella Schenkenhofer, ist Referentin für Verbraucherbildung bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Im Rahmen ihrer Tätigkeit erstellt sie Bildungsmaterialien und hält Vorträge rund um das Thema Soziale Medien.

Gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Verbraucherbildung für Erwachsene und Familien in Baden-Württemberg“.

Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen. Über die Online-Plattform sli.do können Teilnehmer*innen Fragen zum Thema stellen. Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden.

Ununterbrochen geben uns die sozialen Medien Einblick in das Leben anderer. Sich dabei nicht zu vergleichen, ist fast unmöglich. Das beste Leben, der fitteste Körper, eine super Krankheitsbewältigung trotz Einschränkungen, ein soziales Netz, das einen auffängt: Die Informationsmöglichkeiten sind vielfältig, doch vieles entspricht nicht unserer Realität, und trotzdem erscheint es uns hyperreal. Andererseits können gute Beispiele von Influencer*innen dabei helfen, besser mit Herausforderungen umzugehen und zu motivieren. Licht und Schatten liegen hier eng beieinander, durch die vielen Informationsmöglichkeiten ist die Autonomie von Patient*innen heutzutage deutlich größer als früher, allerdings steigt damit auch eine teilweise trügerische Kontrollerwartung. Diese Zusammenhänge erläutert die Referentin in ihrem Vortrag und zeigt Handlungsoptionen auf.

Die Referentin, Franca Söllner, hat sich nach zwei kreativen Studiengängen (Modedesign und LKM, LiteraturKunst-Medien) dazu entschieden, ihr Expertenwissen im Bereich Social Media auszubauen und als Freelancerin mit anderen zu teilen. Als Content Creatorin unterstützt sie Unternehmen und Selbstständige dabei, den Mehrwert ihres Produkts oder ihrer Dienstleistung bestmöglich zu präsentieren und weiß daher immer, welche Darstellungsweisen auf Social Media-Plattformen Trend sind.

Ermöglicht durch eine Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen. Über die Online-Plattform sli.do können Teilnehmer*innen Fragen zum Thema stellen. Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss, sie sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden.

Die Folgen der Klimakrise treffen die Menschen unterschiedlich. Während der Globale Norden Hauptverursacher ist, leiden Menschen im Globalen Süden unmittelbar an den Auswirkungen. Besonders betroffen sind Frauen. Geschlechterrollen bestimmen ihren sozialen Status, die Arbeitsaufteilung, Zugänge zu Ressourcen und politische Teilhabe. Wassermangel und andere Klimaeffekte beeinträchtigen darüber hinaus massiv ihre Entwicklungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung beleuchtet die Frage, wie Genderaspekte in der Klimapolitik stärker berücksichtigt werden müssen.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Stadt.Land.Welt – Web". Die Reihe ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich unter anderem dafür einsetzt, entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten. Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Teilnehmenden sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an den Referierenden gerichtet werden.

Klimaschutz ist wichtig. Wissenschaftler fordern deshalb anspruchsvolle Ziele und effektive Maßnahmen, um den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen. Statt von den Renditen einer intakten Natur zu leben, wirtschafte der Mensch auf ihre Kosten. Als Konsumenten können wir mit Kaufentscheidungen Einfluss auf die biologische Vielfalt nehmen. Doch die großen Steuerungselemente hat die Politik in der Hand. Setzt die Politik die nötigen Anreize? Wie schaffen wir eine „klimaneutralen Gesellschaft“? Was können wir selbst als Verbraucher tun? Und an welchen Stellschrauben muss die Politik drehen?

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Stadt.Land.Welt – Web". Die Reihe ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich unter anderem dafür einsetzt, entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten. Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Teilnehmenden sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an den Referierenden gerichtet werden.

Ein Drittel unserer deutschen Wocheneinkäufe wird im Müll entsorgt. Knapp die Hälfte davon könnte noch gegessen werden. Laut einer WWF-Studie von 2015 werden in Deutschland 2,6 Millionen Hektar Land umsonst bewirtschaftet. Das führt zu 58 Millionen Tonnen überflüssiger Treibhausgase. Der globale Lebensmittelsektor verbraucht 30 Prozent aller genutzten Energie. Übrigens: In anderen Teilen der Erde hungern immer noch 811 Millionen Menschen. Auf der anderen Seite steht eine Vielzahl an Initiativen und Akteuren, die vorleben, wie wir unsere Nahrung nachhaltig organisieren können. Wie das geht und wie wir mit unserem Einkauf das Klima und das Leben zu Wasser und zu Lande schützen können, wird in dem Vortrag thematisiert.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Stadt.Land.Welt – Web". Die Reihe ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich unter anderem dafür einsetzt, entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten. Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Teilnehmenden benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Teilnehmenden sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an den Referierenden gerichtet werden.

Stefanie Bremer, Millionenerbin und Aktivistin für Vermögensgerechtigkeit

Neuesten Untersuchungen zufolge besitzt 1% der Bevölkerung bis zu 50% des Vermögens, während die unteren 50% keine Rücklagen und oft sogar Schulden haben. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Dies ist ein direktes Ergebnis der weltweiten Steuerpolitik seit den 80er Jahren, in der Arbeit und Konsum relativ hoch, während Vermögen und Kapitalerträge gering bis gar nicht besteuert werden. Eine wachsende Vermögensungleichheit, begleitet von Demokratie- und Politikverdruss, ist die Folge. Mit diesem Problembewusstsein haben sich Vermögende aus dem deutschsprachigen Raum 2021 bei taxmenow – Initiative für Steuergerechtigkeit e.V. zusammengeschlossen, um mit ihrem privilegierten Zugang u.a. zu Leitmedien das Thema Steuergerechtigkeit und Vermögensungleichheit vermehrt in die Öffentlichkeit zu bringen. Zusammen mit anderen Graswurzelgruppen wollen sie einen Gegenpol schaffen zur bestehenden Lobbyarbeit.
Stefanie Bremer gibt eine Einführung in das Thema und berichtet von ihren Erfahrungen als Vermögende bei taxmenow.

Jens Crueger, Freier Technologiehistoriker und Wissenschaftskommunikator

Oft heißt es, „das Netz“ – also das Internet bzw. das World Wide Web – vergesse nichts. Aber stimmt das? Tatsächlich befindet sich das Web in einem Zustand fortwährender Veränderungen, Erweiterungen, Löschungen, kurzum: Es aktualisiert sich ständig und dabei geht der Blick auf das Web von gestern und vorgestern fast völlig verloren. Konkret in Zahlen bedeutet das, eine Website bleibt im Durchschnitt kaum mehr als 100 Tage unverändert. So verwundert es nicht, dass aus den frühen Jahren des Web nur noch so wenige Inhalte erhalten geblieben sind, dass von den "Dark Ages" der Internetgeschichte gesprochen wird. Auch für unsere heutige Zeit droht ein ähnlicher digitaler Erinnerungsverlust, trotz all dessen, was täglich Bedeutungsschweres im Netz passiert. Die Gefahr ist groß, dass davon nur noch wenig für die Nachwelt erhalten bleiben wird. Ob künftige Geschichtsbücher ein umfassendes Bild unserer „digitalen Welt“ zeichnen können werden, ist deshalb eine offene und kritische Frage. Was kann und muss also getan werden, um kulturell, politisch oder anderweitig besonders relevante Teile des Web dauerhaft zu erhalten?



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