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Sakina Johow
Büroleitung Survival International, Berlin

Weltweit – von Brasilien bis nach Indonesien – gibt es noch mehr als einhundert unkontaktierte Völker. So werden Völker bezeichnet, die sich entschieden haben, keinen (friedlichen) Kontakt mit anderen Menschen in der dominanten Gesellschaft oder Mehrheitsgesellschaft eines Landes haben zu wollen. Das können entweder ganze Völker sein oder aber kleinere Gruppen von bereits kontaktierten Völkern. Die massiven Angriffe auf die Rechte indigener Völker nehmen weiter zu und die schiere Existenz unkontaktierter Völker wird noch heute in Frage gestellt. Im Mittelpunkt der Rechtsverletzungen stehen dabei häufig die Landrechte, die ihnen zustehen, aber nicht zugesprochen werden. Die Folgen sind in vielerlei Hinsicht fatal. Indigene Völker - insbesondere unkontaktierte Völker - sind maßgeblich von ihrem Land abhängig. Survival International ist die globale Bewegung für indigene Völker. Als NGO arbeitet sie seit über 50 Jahren direkt mit indigenen Gemeinschaften zusammen. Dafür trifft sie weltweit Vertreter*innen der Gemeinschaften und unterstützt sie in ihrem Kampf für ihre Rechte. In Partnerschaft mit indigenen Völkern kämpft Survival International dafür, ihr Leben zu verteidigen, ihr Land zu schützen und ihre Zukunft zu sichern. Der Webvortrag gibt beispielhafte Einblicke in die Lage und Bedrohung von unkontaktierten Völkern weltweit.
 
Termin: Mittwoch, 18. Mai 2022, 19:00 - 20:00 Uhr

Ari Lipinski
Autor und Delegierter von israelischen Institutionen in Deutschland

Prof. Dr. Simon Bulmer
University of Sheffield