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Plätze frei Beethoven kompakt (202-10010)

ab Mi., 14.10., 19.00 Uhr
Dozent: Dr. Jörg Riedlbauer

Die zentrale Gattung innerhalb der Orchestermusik des 19. Jahrhunderts war die Sinfonie, und insbesondere Beethovens Sinfonik war es, die für die Komponisten nachfolgender Generationen richtungsweisend wurde. Zwar knüpfte Beethoven mit seinen neun Beiträgen zu dieser Gattung an die späten Sinfonien Haydns und Mozarts an. Er erweiterte jedoch deren Vorgaben. So lässt sich bei ihm eine stetige Vergrößerung des Orchesters nachweisen und auf das Finale hatte Beethoven in der Konzeption seiner Sinfonien ein besonderes Augenmerk geworfen: das Finale entwickelt sich zum Höhepunkt der in den vier Sätzen sich vollziehenden Entwicklung und erinnert zugleich an zuvor Gehörtes.
Doch auch der äußere Rahmen hebt das Finale von Beethovens Neunter gegenüber dem bisher Dagewesenen ab: erstmals bezieht ein Komponist einen Vokalapparat mit ein. Schon in einem anderen Fall hatte Beethoven den üblichen Rahmen gesprengt und ein Klavierkonzert mit einem Chor beschlossen; dieser Bruch mit der Konvention spiegelt sich im Titel dieses Werkes, „Fantasie“, wieder, der im Verständnis der Beethoven-Zeit für ein formal ungebundenes Stück stehen konnte. Mit dem Einbeziehen von Gesangssolisten bzw. Chor in eine auch so betitelte Sinfonie betrat nun Beethoven einen Weg, dem viele Komponisten nachfolgten, so Mendelssohn-Bartholdy; Liszt, Berlioz oder Mahler; aus dem 20. Jahrhundert ist in diesem Zusammenhang Dimitri Shostakovich zu nennen.
Aus Anlass des „Beethoven-Jahrs“ 2020 gibt Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer unter dem Motto „Beethoven kompakt“ einen Überblick über Beethovens sinfonisches Schaffen, das zugleich die Epoche der Romantik in der Musik eröffnet. Anmeldung erforderlich.