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Programm / Programm / 1 Politik und Gesellschaft / Geschichte
Programm / Programm / 1 Politik und Gesellschaft / Geschichte

Plätze frei Dutschke (182-10102)

ab So., 7.10., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Dutschke ist ein deutsches Dokudrama des Regisseurs Stefan Krohmer aus dem Jahr 2009. Es basiert auf dem Leben von Rudi Dutschke und wurde vor allem, ausgehend von Dutschkes Tagebüchern und den Büchern von Gretchen Dutschke-Klotz, entwickelt. Die Besonderheit des Films liegt in der diskursiven Herangehensweise: Unterschiedliche Sichtweisen und Erinnerungen werden gegenübergestellt.
Ausgehend von der politischen Situation in Deutschland im Jahr 1964, schildert der Film den Aufstieg Rudi Dutschkes zur zentralen Figur der 68er-Bewegung. Er zeigt Dutschke 1967 und 1968 als deren bedeutendsten Sprecher. Nach der Zäsur durch das Attentat im April 1968 verliert Dutschke seine Rolle im politischen und öffentlichen Leben zusehends. Im weiteren Verlauf werden die ersten öffentlichen Auftritte in den 1970er-Jahren und Dutschkes Versuch geschildert, auf den politischen Diskurs der Bundesrepublik wieder wesentlichen Einfluss zu nehmen.

Plätze frei Wer wenn nicht wir (182-10103)

ab So., 11.11., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Der erste Kinospielfilm des Theater- und Filmregisseurs Andres Veiel beleuchtet die Vorgeschichte der RAF am Beispiel einer Haupt- und einer Randfigur, die fast ein Jahrzehnt lang ein Paar waren: Gudrun Ensslin und Bernward Vesper. Das Material, auf dem der Film im Wesentlichen basiert, speist sich aus Veiels langjährigen Recherchen zum Thema, Interviews mit Zeitzeugen, aber auch aus Gerd Koenens Studie Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus.
Mit Lena Lauzemis und August Diehl in den Hauptrollen sowie Alexander Fehling als Andreas Baader, lief er 2011 als Berlinale-Wettbewerbsfilm und kam im gleichen Jahr in die deutschen Kinos.

Plätze frei Baal (182-10104)

ab So., 16.12., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Baal ist eine Fernsehverfilmung des Theaterstücks Baal von Bertolt Brecht durch den deutschen Regisseur Volker Schlöndorff. Der Film wurde 1969 gedreht und bei der Produktion von Baal wirkten zahlreiche Personen mit, die seinerzeit kurz vor ihrem künstlerischen Durchbruch standen: Neben dem für Drehbuch und Regie verantwortlichen Volker Schlöndorff sind dies insbesondere der Kameramann Dietrich Lohmann, der Filmmusik-Komponist Klaus Doldinger, die in den Hauptrollen besetzten Darsteller Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta sowie die in weiteren Rollen besetzten Schauspieler Hanna Schygulla, Günther Kaufmann, Irm Hermann, Walter Sedlmayr und Carla Egerer.
Im Zentrum steht ein begabter junger Dichter, der nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit seiner Lebensweise die Normen und Regeln der bürgerlichen Gesellschaft außer Kraft setzt. Nach Brechts Worten behandelt das Stück die gewöhnliche Geschichte eines Mannes, der in einer Branntweinschenke einen Hymnus auf den Sommer singt, ohne die Zuschauer ausgesucht zu haben - einschließlich der Folgen des Sommers, des Branntweins und des Gesanges - ... Nicht die Verherrlichung nackter Ichsucht und schrankenloser Lebensgier eines asozialen Dichters ist das Thema des Stückes, sondern die Reaktion eines ungebrochenen Ich auf die Zumutungen und Entmutigungen einer Welt, die selber asozial ist.

Plätze frei Der Polizeistaatsbesuch (182-10105)

ab So., 13.1., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Der Polizeistaatsbesuch - Beobachtungen unter deutschen Gastgebern ist ein deutscher Dokumentarfilm von 1967 über den Staatsbesuch des Schah-Ehepaars Mohammad Reza Pahlavi und Farah Diba in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Staatsbesuch führte bei der Demonstration am 2. Juni 1967 in Westberlin zu polizeilichen Ausschreitungen gegen Demonstranten, in deren Verlauf der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen wurde. Die Zeichen der Zeit-Redaktion des SDR in Stuttgart richtete die Aufmerksamkeit weniger auf die hohen Gäste als auf das Drum und Dran, um einen Katalog typischer Begleiterscheinungen dieser aufwendigen Zeremonielle zu entwerfen. Die Bilder glichen sich von Bonn bis Lübeck: Sie waren beherrscht von Polizeiaufmärschen ungeahnter Ausmaße. In Berlin und Hamburg gipfelte das Sicherheitsbedürfnis in blutigen Krawallen, die dem als Schmunzelbeitrag gedachten "Zeichen der Zeit"-Film schließlich einen unerwartet düsteren Akzent aufsetzten.

Plätze frei Blutige Erdbeeren (182-10106)

ab So., 3.2., 18.00 Uhr
Dozentin: Baden-Württemberg Film- und Kinomuseum

Spielfilm aus dem Jahr 1970, der auf James S. Kunens Buch "The Strawberry Statement" (deutsch: Erdbeer-Manifest: Notizen zur Columbia-Revolte) von 1968 basiert. Er zeichnet die 1968er-Studentenrevolte an der Columbia University von New York nach. Der Titel spielt an auf eine Aussage von Prof. Herbert Deane, damals stellvertretender Dekan (Associate Dean of Graduate Faculties) an der Columbia University. Deane wurde ca. ein Jahr vor den beschriebenen Unruhen von der Studentenzeitung Columbia Daily Spectator mit folgenden Worten zitiert:
"A university is definitely not a democratic institution. When decisions begin to be made democratically around here, I will not be here any longer. [...] whether students vote "yes" or "no" on an issue is like telling me they like strawberries. (Eine Universität ist definitiv keine demokratische Einrichtung. Wenn hier angefangen wird, Entscheidungen demokratisch zu fällen, werde ich nicht länger bleiben. [...] ob Studenten für oder gegen einen Erlass stimmen, das ist, als würden sie mir erzählen, sie mögen Erdbeeren.)

Lemberg sagen die Deutschen, Lwow die Polen und Lwiw die Ukrainer. Aber immer ist dieselbe Stadt in der historischen Region Galizien gemeint, die jetzt größtenteils in der Westukraine liegt. Eine kurz gefasste Darstellung des alten Galizien (mit Blick auf verschiedene Orte) geht deshalb dem Hauptteil voraus. Allein die verschiedenen Namensformen der Stadt weisen darauf hin, dass Lemberg früher im Überschneidungsbereich mehrerer Völker und unterschiedlicher politischer Ansprüche lag. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Bevölkerung ethnisch und konfessionell bunt gemischt. Stadtbildprägend bis heute sind die mehr als 400-jährige Zugehörigkeit zum Königreich Polen und die rund 160 Jahre, in denen Lemberg mit seinem galizischen Umland zur Donaumonarchie gehörte. Das spiegelt sich auf eindrucksvolle Weise in Kirchen und Patrizierhäusern zwischen Gotik und Barock, in anspruchsvoll gestalteten Straßen und Platzanlagen und in den Repräsentationsbauten der Habsburgerzeit wider. Jeder Ort hier (auch ein ausgedehnter Friedhof) spricht von der wechselvollen Geschichte der Stadt bis in die Gegenwart hinein.