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Dr. Amerigo Caruso
Universität Greifswald, Historisches Institut
Wenn infolge eines Krieges, einer Revolution, einer Naturkatastrophe oder einer Epidemie „Notstand“ herrscht, werden Routinen im politischen wie im sozialen Alltag gebrochen. Staatsinstitutionen müssen dabei dennoch handlungsfähig bleiben und sind auf ein glaubwürdiges Repertoire an Normen, Verfahren und Kommunikationsstrategien angewiesen. Erfolgreiches Krisenmanagement erfordert einen hohen Einsatz an Know-how und Ressourcen, was Politik und Verwaltung unter erheblichen Druck setzt. Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit an den Staat ist hoch, Konflikte können sich jedoch leicht verschärfen, indem die Perspektive der Regierenden und der Regierten voneinander abweichen. Der Webvortrag analysiert wie unterschiedliche Herrschaftssysteme auf Notstände reagierten und ihre Regierungspraxis sowie Krisenkommunikation gestalteten. Als Fallbeispiele, um historische Ausnahmezustände näher zu beleuchten, dienen politisch-militärische Krisen zwischen dem Deutschen Krieg von 1866 und dem Zweiten Weltkrieg.

Professor Dr.-Ing. Verena Nitsch,
Direktorin des Instituts für Arbeitswissenschaft, RWTH Aachen University

Seit der Einführung des ersten Industrieroboters im Jahre 1961 in einer Fabrik in New Jersey wurden Roboter jahrzehntelang als programmierbare Mehrzweckhandhabungsgeräte für das Bewegen von Material, Werkstücken oder Werkzeugen eingesetzt. Sie standen an festen Arbeitsplätzen und funktionierten nur in einer strukturierten, kontrollierten Umgebung. Doch dank zahlreicher Innovationen in der Sensortechnik und Softwareentwicklung können Roboter nun ortsflexibel und zunehmend selbstständig komplexe Aufgaben in unbekannten Umgebungen planen, aus Erfahrung lernen und sich an Veränderungen in der Umgebung anpassen. Nun arbeiten interdisziplinäre Forschungsteams an der Entwicklung von Robotern mit Sozialkompetenzen, die bereits in naher Zukunft eine effektive und enge Kooperation mit dem Menschen ermöglichen sollen. Doch was sind die Folgen einer zunehmenden Automatisierung durch Roboter für die Arbeitswelt? Der Vortrag stellt aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Mensch-Roboter-Kooperation vor und beleuchtet mögliche Chancen und Herausforderungen für Arbeitskräfte im Zeitalter der Industrie 4.0.

Dr. Britta Matthes
Leiterin der Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg
Die Befürchtungen, dass in Zukunft durch den zunehmenden Einsatz von sich selbst steuernden Maschinen oder Künstlicher Intelligenz viele Berufe verschwinden könnten, ist inzwischen der Einsicht gewichen, dass Berufe nur sehr selten völlig verschwinden. Vielmehr verändert sich durch die Digitalisierung die Berufelandschaft: Berufe entstehen neu, die Zahl der Beschäftigten in den Berufen und die in den Berufen zu erledigenden Tätigkeiten verändern sich.
Die Digitalisierung erweist sich dabei in der Covid-19-Pandemie als effektives Instrument, die Infektionsrisiken für die Arbeitnehmer zu minimieren. Der Vortrag zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie die Covid-19-Pandemie die Digitalisierung in den Berufen vorantreibt. Darüber hinaus wird dargestellt, in welchen Berufen es nicht möglich ist, die Infektionsrisiken durch den Einsatz digitaler Technologien zu reduzieren und somit andere Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Plätze frei Grundlagenseminar für neue Vereinsvorstände (211-11160)

ab Fr., 5.3., 17.00 Uhr
Dozent: Helmut Hiller

Rechtliche Erläuterungen; Vereinsorganisation, Personelles, Sitzungen und Versammlungen, Öffentlichkeitsarbeit des 1. Vorsitzenden