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Programm / Programm / 1 Politik und Gesellschaft / Politik
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Plätze frei Schade, dass ihr aussteigt! - Wir hatten uns gerade an euch gewöhnt... (182-10000)

ab Di., 6.11., 19.00 Uhr
Dozent: Dr. Hans-Peter Biege

Das Vereinigte Königreich Groß Britannien und Nord Irland, so die offizielle Bezeichnung, ist (noch?) ein Zusammenschluss der Königreiche von England, Schottland und Wales. Es ist ein Land, in dem alle Menschen und Pferde einen Pass haben, außer der Königin, die keinen braucht, weil alle Pässe in ihrem Namen ausgestellt werden. Die königliche Marine beschallt die Piraten am Horn von Afrika mit Musik von Britney Spears, weil die Somalischen Fundamentalisten die Erzeugnisse westlicher Kultur hassen und Reißaus nehmen. 30 Millionen Briten gingen im Juni 2016 zur Volksabstimmung über den Verbleib oder den Austritt aus der Europäischen Union. 67 % haben dafür gestimmt, Europa den Laufpass zu geben.
Das will alles erklärt sein. Und was wird aus dem Land und seinen Bewohnern, wenn es am Freitag, 29. März 2019 die Taue kappt, die es mit dem Kontinent seit 1971 verbindet?
Alle Analysen und Prognosen fallen ziemlich widersprüchlich aus. Bis 1971 hatte General de Gaulle Europa vor den Briten stets bewahrt, mit dem historischen Argument, Großbritannien sei nicht europäisch. 2016 haben die Historians for Britain in einem langen Gemeinschaftsgutachten die Ansichten des Generals bestätigt; die Briten seien ganz anders als die anderen. Die Historians for Britain in Europe haben prompt widersprochen, die Insel sei historisch nie ein Eiland gewesen, weder politisch, noch militärisch, noch ökonomisch und schon gar nicht dynastisch. Widerspruch über Widerspruch: Cameron sagte den wirtschaftlichen Ruin voraus, ließ aber doch abstimmen; seither wuchs die Wirtschaft um fast 2 %, aber das Pfund verlor 17 % an Außenwert. Schotten, Londoner, Iren und die meisten Jungen sind traurig, der mehrheitliche Rest kann den endgültigen Abschied kaum noch erwarten. Hat jemand einen Plan?
Dem öffentlichen Vortrag schließt sich bestimmt eine lebhafte Diskussion an, an der sich nicht nur die Mitglieder von Städte Partner Biberach e. V. im Rahmen der englischen Woche beteiligen werden.

Plätze frei Kommunal-/Europawahlen 2019 (182-10725)

ab Di., 12.2., 14.30 Uhr
Dozentin: Marie Graef

Wählen dürfen ist ein Privileg. Dieses Privileg ist für uns mittlerweile selbstverständlich. So selbstverständlich, dass es von manchen Bürgern eher als lästige Pflicht denn als hohes Gut angesehen wird. Die seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung ist ein Ausdruck der zunehmenden Politikmüdigkeit unserer Gesellschaft. Unsere Demokratie lebt aber von Beteiligung. Es erfordert wenig Einsatz und hat doch viel Bedeutung. Ein kurzer Impulsvortrag informiert Sie über alles zu den anstehenden Wahlen und vermittelt Zusammenhänge. Zukunft mitgestalten und der Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft wird man am einfachsten gerecht, wenn man wählen geht. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bei der vhs erforderlich unter Tel. 51-9613 oder E-Mail: vhs@biberach-riss.de.
Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Plätze frei Der Fluch des Reichtums (182-10800)

ab Fr., 5.10., 18.30 Uhr
Dozent: Jürgen Kraft

Die Tatsache, dass die Herrscher der afrikanischen Rohstoffstaaten ohne Zustimmung der Bevölkerung regieren können, ist der Kern des Ressourcenfluchs. Das Rohstoffgeschäft zerstört den sozialen Vertrag zwischen Herrschern und Beherrschten - die von politischen Philosophen wie Rousseau und Locke entwickelte Idee, dass die Regierung ihre Legitimität aus einem Tauschgeschäft bezieht. Dabei erklärt sich die Bevölkerung bereit, auf bestimmte Freiheiten zu verzichten, während die, denen Autorität gewährt wird, sich dafür dem Gemeinwohl verpflichten müssen.
An die Stelle der alten Imperien sind verborgene Netze von multinationalen Unternehmen, Zwischenhändlern und afrikanischen Potentaten getreten. Diese Netze verschmelzen staatliche und unternehmerische Macht. Sie fühlen sich keiner Nation verpflichtet, sondern gehören zu den transnationalen Eliten, die mit der Ära der Globalisierung aufgeblüht sind. Vor allem anderen dienen sie ihrer eigenen Bereicherung.