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Programm / Programm / 1 Politik und Gesellschaft / Politik
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Plätze frei Onlinevortrag: Triumph und Trauma (211-10101)

ab Mo., 10.5., 19.00 Uhr
Dozent: Dr. Hans-Peter Biege

Genau vor 150 Jahren, am 10. Mai 1871, wurde in Frankfurt am Main der deutsch-französische Krieg beendet. Dieser Krieg hat Europa, Frankreich, Deutschland und auch Württemberg grundlegend verändert. In Frankreich etabliert sich die Republik mit der bislang längsten Lebensdauer, in Deutschland wird das kleindeutsche Reich als erster Nationalstaat auf deutschem Boden gegründet und Württemberg wendet sich endgültig von Österreich und Frankreich ab und Preußen zu. In Deutschland setzt ein enormer Innovations- und Wirtschaftsboom ein, finanziert mit fünf Milliarden Francs in 1450 Tonnen Feingold. In Frankreich wird das verlorene Elsass-Lothringen zum Stachel in der Brust der Nation und die Biberacher werden kleindeutsch-national und errichten auf dem Kapellenplatz ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I - bis dato galt der Preußenkönig in Württemberg als Volksfeind. - und am Horizont dräut der Erste Weltkrieg...
Die Darstellung spiegelt die unterschiedlichen Geschichtserzählungen in Deutschland und Frankreich wider (In Kooperation mit den "Freunden der französischen Sprache e. V.").

Dr. Hendrik W. Ohnesorge
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Center for Global Studies
Der Aufstieg der Volksrepublik China trägt in entscheidendem Maße zu derzeit beobachtbaren globalen Machtverschiebungen bei. Beeindruckende Wachstumszahlen sowie weltumspannende Projekte Chinas wie die „Neue Seidenstraße“ belegen diese Entwicklung. Ausgehend von dem zentralen Faktor Macht in den internationalen Beziehungen, nimmt der Vortrag den Aufstieg Chinas und dessen Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika in den Blick. Während unterschiedliche Dimensionen der sino-amerikanischen „strategischen Rivalität“ identifiziert werden, findet das Projekt der „Neuen Seidenstraße“ besondere Berücksichtigung.

Dr. Matthias Häußler
Universität Regensburg, Institut für Geschichte
Nicht erst seit dem „Brexit“ wird die Entwicklung Großbritanniens seit dem Zweiten Weltkrieg häufig als dramatische Geschichte des Niedergangs der einstigen Weltmacht interpretiert; als Geschichte eines Landes, welches in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts noch keine neue Rolle und Identität gefunden hat. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen Großbritanniens seit 1945. Neben politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen wie der Dekolonialisierung, dem Thatcherismus und „New Labour“ wird besonderes Augenmerk auf die Beziehungen Großbritanniens zu dessen europäischen Nachbarn sowie auf die Rolle des Landes im Prozess der europäischen Integration gelegt. Es wird deutlich: Der „Brexit“ war nicht das unausweichliche Resultat eines postimperialen Komplexes, oder gar eines britischen Sonderwegs in Europa – die Dinge liegen wesentlich komplizierter.
Termin: Donnerstag, 1. Juli 2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Dr. Britta Matthes
Leiterin der Forschungsgruppe Berufliche Arbeitsmärkte, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg
Die Befürchtungen, dass in Zukunft durch den zunehmenden Einsatz von sich selbst steuernden Maschinen oder Künstlicher Intelligenz viele Berufe verschwinden könnten, ist inzwischen der Einsicht gewichen, dass Berufe nur sehr selten völlig verschwinden. Vielmehr verändert sich durch die Digitalisierung die Berufelandschaft: Berufe entstehen neu, die Zahl der Beschäftigten in den Berufen und die in den Berufen zu erledigenden Tätigkeiten verändern sich.
Die Digitalisierung erweist sich dabei in der Covid-19-Pandemie als effektives Instrument, die Infektionsrisiken für die Arbeitnehmer zu minimieren. Der Vortrag zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie die Covid-19-Pandemie die Digitalisierung in den Berufen vorantreibt. Darüber hinaus wird dargestellt, in welchen Berufen es nicht möglich ist, die Infektionsrisiken durch den Einsatz digitaler Technologien zu reduzieren und somit andere Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen.