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Programm / Programm / 2 Kultur und Gestalten / Musiktheorie
Programm / Programm / 2 Kultur und Gestalten / Musiktheorie

Von der allumfassenden Kraft der Musik ist immer wieder die Rede – und wenn es heute einen Komponisten gibt, der mit seinen monumentalen und ausdrucksstarken Klangvisionen tatsächlich Menschen aller Kontinente, Länder und Kulturen in seinen Bann zieht, dann ist es Karl Jenkins. Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Klangmagier aus Wales vor allem mit sakralen Projekten, die sich über Religionsgrenzen hinwegsetzen und die versöhnenden Kräfte der Menschen heraufbeschwören. So auch im Oratorium The Peacemakers. Es ist eine Hommage an Menschen, die sich für den Frieden eingesetzt haben. Überwiegend reflektiert es große, globale Friedensstifter des 20. Jahrhunderts wie Mahatma Gandhi, Dalai Lama, Martin Luther King, Nelson Mandela u.a. Jenkins nimmt folgenden Leitgedanken auf: "Alle Religionen singen dies eine Lied: Möge Frieden mit Dir sein". Es gibt musikalisch gesehen keine unzugänglichen dissonanten Elemente, die so oft mit Neuer Musik verbunden werden. Für klangliche Abwechslung sorgt Jenkins, indem er die klassische Orchesterbesetzung durch Instrumente aus anderen Kulturen und Musikstilen ergänzt. z. B. E-Gitarre und Saxophon. Ralf Klotz, Kirchenmusiker an der Stadtpfarrkirche St. Martin Biberach, führt in die Hintergründe, Textzusammenstellung und Musik dieses monumentalen, immer populärer werdenden Musikwerkes ein, das am 16. Juli als Partnerschaftskonzert mit Guernsey aufgeführt werden wird. Der Abend wird illustriert mit Klangbeispielen und Chorausschnitten.

Plätze frei Onlinekurs: Musik kompakt (211-20825)


Dozent: Dr. Jörg Riedlbauer

Zugegeben: Ein Programmzettel in Oper oder Konzert liest sich manchmal schon wie eine Ansammlung „böhmischer Dörfer“. Was in aller Welt ist ein „Allegro molto“, was ein „Adagio“? Warum stehen bei einem „Klavierquartett“ keine vier Flügel auf dem Podium, sondern nur einer? Weshalb werden „Trisonaten“ der Barockzeit nicht von drei, sondern von vier Musikern gespielt? Wieso redet man bei Wagner von Musikdramen und bei Händel von Opern? Was verbirgt sich hinter Abkürzungen wie „BVV“, „Hob“ oder „KV“? Unter Einbeziehung von Musikgeschichte, Formenlehre, Stil- und Instrumentenkunde gibt der Musikwissenschaftler Dr. Jörg Riedlbauer, Kulturdezernent der Stadt Biberach, mit „Musik kompakt“ Antworten auf solche und andere Fragen.
Nach der Kursanmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur vhs-cloud. Die Videosequenzen können nach Anmeldung individuell abgerufen werden.

Plätze frei Musik in der Zeit Matthias Erzbergers (211-20826)

ab Mi., 22.9., 19.00 Uhr
Dozent: Dr. Jörg Riedlbauer

Derzeit keine Informationen verfügbar

Plätze frei Jubeln und leiden mit Verdis Figuren im Rigoletto (211-20830)

ab Fr., 18.6., 19.00 Uhr
Dozent: Gunther Dahinten

„Rigoletto“ wurde als Titel fast zu einem Synonym der Kunstgattung Oper. Völlig zu Recht. Mit „Rigoletto“ setzte der Weltruhm von Giuseppe Verdi ein. Die dramatisch-melodische Musik und die fesselnde Handlung machen die Oper zum attraktiven Bühnenwerk. Ein Vortrag mit zahlreichen Musikbeispielen von CDs. Man verbindet „Rigoletto“ unwillkürlich mit der Arie „O wie so trügerisch“, der vielleicht berühmtesten Opernarie überhaupt. Aber „Rigoletto“ hat mehr zu bieten als nur diesen „Schlager“, der jedoch ein schwieriger Prüfstein für alle Tenöre ist. Die Handlung, basierend auf einem Text von Victor Hugo, berührt durch die hinter dem höfischen Glanz sich entwickelnde Tragik. Und Verdi gelingt das Kunststück, in der überwältigenden Fülle von Melodien die Personen auch individuell zu charakterisieren. Die verführerisch schöne Musik bleibt nicht oberflächlich, sondern sie vermittelt menschliche Tiefe und das Empfinden von schicksalhaftem Leid. Für die Musikwelt war es 1850 total verwirrend, dass ein Missgestalteter, der bucklige Hofnarr Rigoletto, zu einer – dann auch noch so berührenden – Operngestalt wurde. In den CD-Aufnahmen sind die besten Stimmen zu hören: Callas, Moffo, Pavarotti, Fischer-Dieskau und andere.